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TrainerTips und Mystic7 von YouTube gelöscht

TrainerTips und Mystic7 von YouTube gelöscht

TrainerTips und Mystic7 stellen im englischsprachigen Raum die wohl bekanntesten und wichtigsten YouTuber zum Thema Pokémon GO dar. Plötzlich waren beide Kanäle von YouTube verschwunden.

Algorithmus entscheidet ohne menschliche Kontrolle

YouTube ist die größte Plattform ihrer Art und muss entsprechend natürlich den darauf enthaltenen Inhalt kontrollieren. Die Videoplattform nutzt daher aufgrund ihrer Größe Computerprogramme, die nach bestimmten Inhalten suchen und diese entsprechend melden.

So kann dieser Algorithmus beispielsweise feststellen, ob im Video Musik läuft, die urheberrechtlich geschützt ist und entsprechend wird dieses Video dann je nach Land und Verstoß gelöscht oder kann in einigen Ländern nicht abgespielt werden.

YouTuber völlig verblüfft über diesen Vorfall

Sowohl Brandon (Mystic7), als auch Nick (TrainerTips) wachten am Sonntag auf und stellten fest, dass ihre YouTube-Kanäle gelöscht wurden. Sogar Nicks komplettes Googlekonto wurde gelöscht, sodass er nicht mal mehr Emails lesen konnte. Keiner der beiden wusste so recht was geschehen war.

Löschung wegen sexuellem Inhalt

Wie Brandon in seinem Video auf seinem zweiten Kanal schildert, wurde sein Kanal gelöscht, weil man angeblich sexuellen Inhalt mit Minderjährigen auf seinem Kanal entdeckt habe. Ebenso steht in der Email von YouTube, dass es erst nach einer gründlichen Kontrolle zur Löschung kam.

Dies zeigt gleich mehrere Probleme, die auf YouTube existieren.

CP als ausschlaggebendes Problem

Wer Pokémon GO spielt, der weiß, dass CP im Englischen für Combat Power oder auch Combat Points steht, ebenso wie im Deutschen die Wettkampfpunkte. Der Algorithmus von YouTube vermutet jedoch hinter dem Kürzel CP das Wort Kinderpornographie und läutet entsprechend die Alarmglocken. Grundsätzlich natürlich eine Idee, die sinnvoll und gut gemeint ist!

Menschliche Prüfung? Fehlanzeige

Solche vom Algorithmus entdeckten Kanäle und Videos werden laut YouTube anschließend von einem Mitarbeiter geprüft. Doch wie die Löschung der beiden Kanäle zeigt, ist dies nicht der Fall. Die Löschung fand völlig automatisch, ohne menschliches Zutun statt. Gerade bei solchen heiklen Themen ist es entscheidend, dass eine menschliche Prüfung stattfindet und nicht eine Maschine über das Schicksal eines ganzen Kanals entscheidet. Denn klar ist, dass dies für viele YouTuber die einzige Einnahmequelle ist. Ihr Beruf ist es Videos auf YouTube hochzuladen. Wenn ohne weitere Prüfung ein Computer entscheiden darf, dass man von heute auf morgen keine Arbeit mehr hat, dann läuft etwas schief!

Kanäle wieder online

Inzwischen sind die Kanäle beider YouTuber online, da selbstverständlich die Vorwürfe grundlos waren. Dennoch bedeutet diese kurzfristige Löschung für die beiden YouTuber einen Rückschlag. Wie Nick in seinem Video zum Vorfall berichtet, handelt es sich hierbei jedoch um keinen Einzelfall. YouTube lösche seit mehreren Jahren Kanäle, die Videos mit dem Begriff "CP" hochladen. Nick nutzt diese Gelegenheit um auf das tatsächliche Problem hinzuweisen.

Warnung vor Pädophilen im Netz

Der Algorithmus von YouTube soll die Plattform von solchen unangemessenen Videos bereinigen, was grundsätzlich die korrekte Vorgehensweise ist. Das Problem ist jedoch, dass YouTube allen Zuschauern Videos vorschlägt, die ähnlich sind, wie das letzte Video, welches man angeschaut hat und dieses System wird von Pädophilen ausgenutzt.

 

Wie Nick in seinem Video ausführlich erklärt, gibt es auf YouTube kranke Menschen, die Videos von unschuldigen Kindern missbrauchen für ihre kranken Zwecke. Wir gehen hier nicht weiter auf die verstörenden Details ein, möchten aber ganz klar diese Nachricht an alle Eltern oder auch an junge Kinder senden, die unsere Artikel lesen.

Achtet bitte stets darauf was ihr im Internet von euch zeigt und mit wem ihr diese Inhalte teilt. Achtet auch darauf wer auf eure Videos oder Fotos reagiert. Wenn wildfremde, erwachsene Menschen auf Fotos oder Videos von Kindern reagieren, sollte euch das zu denken geben. Schützt euch und eure Kinder vor solchen Übergriffen!